Taschenbuch: Was bleibt, wenn die Wahrheit ans Licht kommt? Stuttgart 1942: Die sechsjährige Helene wird in die Schweiz gerettet, kurz darauf verschwinden ihre Eltern. Jahre später heiratet sie Paul – ohne zu wissen, wie eng dessen Familie mit ihrem Schicksal verknüpft ist. Erst in der dritten Generation wird das ganze Ausmaß der Tragödie sichtbar. Kann Helenes Enkelin sich endlich von der Last der Vergangenheit befreien?
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Für den deutschen Buchpreis 2025 beworben
Wir haben uns mit dem Buch „Wie sehr ich dich finde“ von Lea Söhner über unsere Verlagsmarke Telemach Verlag für den deutschen Buchpreis 2025 beworben.
Die Preisverleihung findet am 13. Oktober 2025 auf der Frankfurter Buchmesse statt.
»Mai 1942: Wie ein stummer Lakai steht der Flügel vor ihr, schwarzglänzend und griesgrämig, den Deckel zugeklappt.
›Was hast du? Ich komm doch wieder!‹, zischt Helene. Da tritt sie ihm gegen das Schienbein, reißt sein breites Maul auf und schlägt mit der flachen Hand auf die weißen und schwarzen Zähne, dass er einen wütenden Schrei ausstößt.
›Helene!‹ Der Vater zieht die Augenbrauen hoch. ›Wie weit bist du? Gleich müssen wir los.‹
›Nur noch die Küche, dann bin ich fertig!‹
Bevor sie das Musikzimmer verlässt, streift sie die Bücherwand entlang. Schlaft gut, bis ich wiederkomme und euch lesen kann, denkt sie, denn Bücher verstehen auch gedachte Wörter. Dann rennt sie in die Küche.« (Wie sehr ich dich finde, S. 9)
Was bleibt, wenn die Wahrheit ans Licht kommt?
Stuttgart 1942. Die sechsjährige Helene wird von ihrem Vater in letzter Minute in die Schweiz gebracht – kurz danach verschwinden ihre Eltern spurlos.
Als junge Opernsängerin heiratet Helene den Stuttgarter Medizinstudenten Paul. Zu spät erfährt sie, wie unheilvoll dessen Vater mit dem Schicksal ihrer Eltern verknüpft ist.
Doch erst Jahrzehnte später, in der dritten Generation, offenbart sich die ganze Tragödie – und mit ihr die letzte Chance auf Versöhnung. Wird sich Helenes Enkelin endlich von der Bürde der Vergangenheit befreien können?
Dieses Buch erscheint im Telemach-Verlag, weil es eine Geschichte erzählt, die bewegt. Es geht um Schuld, Schweigen und den schwierigen Weg der Erinnerung, aber auch um Hoffnung und Verwurzelung.
Dabei zeigt es, dass die Vergangenheit zwar schmerzt, aber auch heilen kann. Wir verlegen dieses Buch, weil wir an die Kraft des Erzählens glauben – gerade dann, wenn es unbequem wird.
Denn nur wer hinsieht, kann verstehen. Und nur wer versteht, kann neu anfangen.
Lea Söhner, Romanautorin, geboren im Schwäbischen, studierte Diakonie und Religionspädagogik. Zehn Jahre arbeitete sie als Diakonin in der kirchlichen Sozialarbeit. Unter anderem lebte sie in Israel, England, Indien und Südamerika. Zuletzt absolvierte sie eine Ausbildung zur Psychotherapeutin. Zwanzig Jahre lang führte sie zwei Institute für Tantramassagen (Dakini) in Stuttgart und Zürich.
Die Autorin lebt, liest und schreibt am Lago Maggiore in der Schweiz und in Argentinien.
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